Interview mit Rainer Leonhard Schrode

Geschäftsführer MTS Schrode AG

Entwicklungen im Tiefbau

Als innovativer Unternehmer stoßen Sie selbst ständig neue Entwicklungen an. Welche Innovationen und Entwicklungen werden, Ihrer Meinung nach, im Bereich „Betonkanalsysteme“ in Zukunft an Bedeutung gewinnen und sich durchsetzen?

Für die absolut bewährten und mir im Laufe der letzten 30 Jahre sehr vertraut gewordenen Kanalsysteme aus Beton wäre aus meiner Sicht im künftigen BIM Kontext wichtig zu beachten, dass die zu verlegenden Rohre immer auch weitere relevante Informationen wie die zur Geometrie (Länge, Breite, Volumen) sowie beispielsweise Attribute zu Materialeigenschaften enthalten. Da diese später wichtig werden können, um die Eignung für den Betrieb und alles, was sonst relevant sein könnte, besser beurteilen zu können.

Ebenfalls hilfreich für den Bau und den Betrieb von Kanalsystemen wären sicher auch Informationen zu den Kanal Liefer-Elementen mit absoluter Zuordnung in dem jeweils zu bauenden Kanalsystem. Sie würden den Ablauf vereinfachen. Denn auch sie werden im bestehenden Koordinatensystem des Bauwerks geplant werden.
Dann sollten Rohre und Schächte in ihrer Form idealerweise so konzipiert werden, dass der vorhandene Boden möglichst mit Größtkorn für die Leitungszone sowie die Umhüllung der Schächte wieder verwendet werden kann. Mit dem Ziel, dass wir Bauunternehmer anstehenden Böden – gleich ob es sich dabei um bindige oder gemischt körnige Böden handelt – weitgehend wieder verwenden und so im Sinne der Nachhaltigkeit Ressourcen

Last but not least sollte der „Second Live“ Gedanke auch für Kanalsysteme im Auge behalten werden: Dass wir also auch noch in zwanzig Jahren, wenn Kanalsysteme erweitert oder erneuert werden müssen, Rohre einem zweiten Leben zu führen und wieder verwenden oder zumindest recyceln und als Ersatzbaustoffe wieder verwenden können.

Rainer Leonhard Schrode, Geschäftsführer MTS Schrode AG

Was bringt die Zukunft?

Interviews mit Experten

Wir lassen Experten, Wegbegleiter und Personen aus der Branche zu Wort kommen

Digitalisierung, ambitionierte Nachhaltigkeitsziele, Energiepreissteigerungen, Lieferkettenprobleme – die Branche befindet sich inmitten weitreichender Veränderungen. Welche Probleme sind von vorübergehender Dauer? Welche Aktivitäten sollten unternommen werden? Welche Entwicklungen im Bereich der CO2-Abscheidung und -Speicherung sind zu erwarten bzw. wirtschaftlich und realistisch? Diese und weitere Fragen haben wir an Branchenexperten, Wegbegleiter und nahestehende Firmen herangetragen und für Sie nachfolgend zusammengestellt.